Bildende Kunst

Statements zum Kunstkalender

Wir haben die künstlerisch Mitwirkenden des ver.di-Kunstkalenders 2024 gefragt: Warum seid ihr bei ver.di aktiv?
01.07.2024

Die Gewinner*innen des Wettbewerbs zum ver.di-Kunstkalender 2024 melden sich zu Wort!

Wir haben alle Künstler*innen aus unserem aktuellen Kunstkalender befragt, wieso sie bei ver.di aktiv sind und was es mit ihren Werken auf sich hat. Ihre Antworten tragen wir hier nach und nach zusammen, schaut gerne ab und zu wieder vorbei.

 

  • Januar
    Januar-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Thomas Gebauer

    Kinderrechte sind das Herz unserer Menschenrechte! Mit Wahrheitsliebe und Gerechtigkeitsinn bedingungslos an die Menschenrechte erinnern und diese uneingeschränkt für alle Menschen auf der Erde verteidigen und verwirklichen – dafür will ich konstruktiv und kooperativ mit anderen Menschen arbeiten und dafür erhoffe ich mir von ver.di auch zukünftig maximale Unterstützung!

    Das Bild “Hope of the People” auf dem Januar-Kalenderblatt des ver.di-Kunstkalenders 2024 hatte ich seit 1982 im Sinn. Ich habe es 1989 zur Verabschiedung und Würdigung der UN-Kinderrechtskonvention begonnen. 1990 habe ich es vollendet und seitdem in zahlreichen Varianten immer wieder verstärkt, verändert und neu erschaffen.  

    Mit meinem Beitrag zum ver.di-Kunstkalender 2024 möchte ich vor allem das Erinnerungswerkzeug der “Conference of the Children” als Vorbild und Einladung zum Mitmachen multiplizieren, mobilisieren und verstärken.

     

     

    Thomas Gebauer ist Lehrer an der Richtsbergschule in Marburg. Seit 1982 arbeitet Gebauer in Kinder-, Jugend- und Familienhilfeprojekten im Landkreis Marburg Biedenkopf. Seit 1994 arbeitet Gebauer auch in Jugendhilfe- und Entwicklungshilfeprojekten in Akrika.. Seit 1998 leitet Thomas Gebauer die von ihm gegründete inklusive agent21 Zukunfts- und Reparaturwerkstatt als außerschulischen Lern- und Bildungsort im Areal der Waggonhalle der Universitätsstadt Marburg.

     

  • Februar
    Februar-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Jan Frey

    Warum bist du bei ver.di?
    Ich bin bei ver.di, weil ich weiß, dass ich einerseits durch meine Mitgliedschaft die Gewerkschaft als notwendige gesellschaftliche und politische Kraft stärke und andererseits gegebenenfalls auch von ihrer Unterstützung profitieren kann. Nicht so sicher weiß ich, ob ver.di eine entscheidende Kraft sein kann, wenn der rasante technologische Wandel zu großen sozialen Problemen führen sollte, die dann letztlich fast alle Bürger*innen betreffen.

    Welche Herausforderungen hast du als Künstler erlebt und wie hat dir ver.di geholfen, damit umzugehen?
    Unter anderem hat ver.di mir vor allem in der Anfangsphase mit Informationen und gezielter Beratung geholfen, einen für mich passenden Weg einzuschlagen.

    Welche speziellen Angebote, Vergünstigungen oder Ressourcen stehen dir als Mitglied von ver.di zur Verfügung, die dir besonders geholfen haben?
    Siehe Antwort zur Frage 2. Außerdem bieten die gewerkschaftlichen Informationen und Medien oft noch eine anregende Sicht auf Staat und Gesellschaft, die anderorts kaum zu finden ist.

    Welche Rolle spielt ver.di aus deiner Sicht bei der Förderung von Künstler*innenrechten und fairen Arbeitsbedingungen?
    Das kann ich letztlich mangels Überblick schwer beurteilen. Sicher ist aber, dass die Situation der Künstler*innen ohne eine Gewerkschaft im Hintergrund schwieriger wäre. Die schon erwähnte anregende Sicht auf Staat und Gesellschaft hilft sicherlich, die Förderung von Künstler*innenrechten und fairen Arbeitsbedingungen wirkungsvoll durchzusetzen.

     

  • März
    März-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Michael Deiml

    Warum bist du bei ver.di?
    Ich bin bei ver.di vor mehr als zehn Jahren eingetreten, weil sich gezeigt hat, dass ich als bildender Künstler nicht im Alleingang die oft prekären Rahmenbedingungen für professionelle, selbständige, künstlerische Arbeit ändern kann.

    Bei meinem Eintritt hoffte ich auf Solidarität und engagierte Hilfe bei der Schaffung und Durchsetzung besserer Rahmenbedingungen bei der Arbeit bildender Künstler*innen.

    Auch wenn mein Beitrag zum ver.di-Jahreskalender 2024 mit dem März-Bild „Träumen auf eigene Gefahr“ aus einem anderen Zusammenhang stammt, drückt der Bildtitel in Bezug auf die gestellte Frage WARUM für mich heute das bedrückende Gefühl aus, das sich einstellt, wenn man aus einem mehr als zehnjährigen, beunruhigenden Traum ohne den nötigen Optimismus in der Tagesrealität aufwacht.

    Welche Herausforderungen hast du als Künstler erlebt und wie hat dir ver.di geholfen, damit umzugehen?
    Die Herausforderungen, mit denen ich mich als bildender Künstler, der sich oft an Wettbewerben der öffentlichen Hand beteiligt, auseinandersetzen muss, sind vielfältig: 

    • Bei den meisten öffentlichen Wettbewerben müssen wir Künstler*innen ohne finanzielle Entschädigung in der ersten Wettbewerbsrunde in erhebliche Vorleistungen treten, um bei der großen Zahl der Bewerbungen, die es heute bei den offenen Wettbewerben gibt, zumindest eine geringe Chance zu haben, ein Kunstwerk für den öffentlichen Raum einer Jury in der Finalrunde vorstellen zu dürfen.

    • Die Wettbewerbsverfahren werden leider öfters nicht ausreichend transparent, d. h. nach rechlich-verbindlichen Wettbewerbsverfahren, durchgeführt. 

    Die Entwürfe und Ergebnisse dieser oft vergeblichen, langwierigen Arbeit landen dann von der Öffentlichkeit ungesehen bestenfalls in einer Mappe oder auf einer Computerfestplatte gespeichert, wenn sie nicht bereits zuvor im Papierkorb oder einem Schredder ihr Ende finden.

    Dieses Schicksal drohte auch dem Bild „Träumen auf eigene Gefahr“. Es gehört zum Entwurf der neunteiligen Bilderreihe „Greifswalder Spaziergänge“, die in Greifswald für die Finalrunde des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs "Neubau des Justizzentrums in Greifswald" entstanden war. Die Bilderreihe nimmt sowohl Bezug auf die Geschichte und Architektur der Stadt, als auch auf meinen eigenen Aufenthalt in Greifswald.

    Die neun großformatigen Bilder mit einer vom Auslober vorgegebenen Gesamtfläche von ca. 100 qm sollten den akustischen Lärm im fünfstöckigen Treppenhaus im Gebäude mindern und den grauen Wänden aus Sichtbeton Farbe und Lebendigkeit geben.

    Meine neunteilige Bilderreihe wurde in der Finalrunde leider nicht für die Realisierung im Treppenhaus ausgewählt. Das Bild „Träumen auf eigene Gefahr“ schaffte es erfreulicherweise jedoch zumindest auf das Märzblatt des ver.di-Kalenders 2024. 

    Alle neun Bilder zusammen kann man unter der Angabe des Stichworts „Greifswalder Spaziergänge“ auf meiner Webseite finden.

     

  • April
    April-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Thomas Klockmann

    Ohne Statement

     

  • Mai
    Mai-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstlerin: Tina Krepela

    Warum bist du bei ver.di?
    1994 habe ich mich selbständig gemacht. Als ich bald darauf erfahren habe, dass es innerhalb der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di eine Fachgruppe Bildende Kunst gibt, war ich erfreut und bin sofort eingetreten. Als freiberufliche Künstlerin gibt es mir ein Gefühl von Sicherheit und auch Anerkennung, einer Gemeinschaft anzugehören, die Kunst und Kultur unterstützt. Die Wertschätzung künstlerischer Arbeit in unserer Gesellschaft ist nicht selbstverständlich. Wenn ich als Künstlerin mit Nicht-Künstler*innen ins Gespräch komme, kreisen die Gespräche immer wieder um diese beiden Themen: Was ist Kunst wert? Und was wären wir ohne Kunst?

    Welche Herausforderungen hast du als Künstlerin erlebt und wie hat dir ver.di geholfen, damit umzugehen?
    Von meinen Kunstwerken allein kann ich nicht leben. Mit grafischen und fotografischen Auftragsarbeiten bestreite ich meinen Lebensunterhalt. Es gab gute und schlechte Jahre. Man muss schon Idealist*in sein, um das durchzuziehen. In den letzten Jahren habe ich hauptsächlich Internetauftritte für unterschiedlichste Auftraggebende erstellt. Die visuelle Konzeption steht bei meinen Arbeiten im Vordergrund. Mit fachlichen Fragen, zum Beispiel zum Urheberrecht, habe ich mich in der Vergangenheit immer wieder mal an ver.di gewendet.

    Welche speziellen Angebote, Vergünstigungen oder Ressourcen stehen dir als Mitglied von ver.di zur Verfügung, die dir besonders geholfen haben?
    Bisher habe ich keine speziellen Angebote oder Vergünstigungen in Anspruch genommen. Ich spiele mit dem Gedanken, mir den E-Scooter mit der zehn-prozentigen Vergünstigung zu kaufen … 😉

    Welche Rolle spielt ver.di aus deiner Sicht bei der Förderung von Künstler*innenrechten und fairen Arbeitsbedingungen?
    ver.di setzt sich zum Beispiel für angemessene Vergütungen ein und geht mit gutem Beispiel voran – so gibt es zum Beispiel bei einer Veröffentlichung im ver.di-Kunstkalender ein gebührendes Honorar.

     

  • Juni
    Juni-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Alfred Akkermann

    Warum bist du bei ver.di?
    Als Maler und Grafiker bin ich bei der Arbeit allein und stehe mit meinen Werken für meine Auffassungen ein. Bei ver.di bin ich, um nicht im "Elfenbeinturm" zu sitzen. Vielmehr möchte ich gemeinsam mit anderen Kunstschaffenden für unsere Interessen kämpfen. Ebenso wichtig ist es für mich, mit Menschen anderer Berufe für gesellschaftliche und soziale Verbesserungen einzutreten.

    Welche Herausforderungen hast du als Künstler erlebt und wie hat dir ver.di geholfen, damit umzugehen?
    ver.di hat mir durch eine Rechtsberatung und durch tatkräftige Unterstützung bei einer Auseinandersetzung mit einer Galerie geholfen.

     

  • Juli
    Juli-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstlerin: Anja Asche

    Ohne Statement

     

  • August
    August-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Georg Janthur

    Ohne Statement

     

  • September
    September-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Wolfram P. Kastner

    Ohne Statement

     

  • Oktober
    Oktober-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstler: Werner A. Schöffel

    Warum bist du bei ver.di?
    Bei ver.di bin ich seit 1980, weil ich fest davon überzeugt bin, dass Demokratie starke Interessenvertretungen benötigt.

    Welche Herausforderungen hast du als Künstler erlebt und wie hat dir ver.di geholfen, damit umzugehen?
    In der Phase, als ich mich selbstständig machte, war ver.di für mich sehr hilfreich (bei der Businessplan-Erstellung, bei Rechtsfragen etc.).

    Welche Rolle spielt ver.di aus deiner Sicht bei der Förderung von Künstler*innenrechten und fairen Arbeitsbedingungen?
    Eine wichtige Rolle! Und dort, wo ich meine Stimmrechte übertragen kann – z. B. bei der VG Bild –, erhält immer ver.di meine Stimme, da ver.di den richtigen Fokus hat.

    Kannst du Beispiele dafür geben, wie ver.di bei der Förderung von Künstler*innenrechten oder fairen Arbeitsbedingungen geholfen hat?
    Mir ist bewusst, dass ganz viele Kolleg*innen im Hintergrund für uns aktiv sind, z.B. für ein faires Honorar? Weitere Beispiele kann ich aber nicht benennen. 

     

  • November
    November-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstlerin: Birgit Wehmhoyer

    Warum bist du bei ver.di?
    Durch meine Mitgliedschaft in der VG Bild-Kunst und dem Bund Bildender Künstler*innen erlange ich nicht nur eine effektive Vertretung meiner Urheberrechte und eine Förderung meiner künstlerischen Interessen, sondern profitiere auch von einer zusätzlichen, breit gefächerten Interessenvertretung durch ver.di, die meine allgemeinen Arbeitsbedingungen und Vergütungen als Künstlerin zusätzlich und weiter stärkt.

     

  • Dezember
    Dezember-Blatt des ver.di-Kunstkalenders 2024

    Künstlerin: Cornelia F. Ch. Heier

    Ohne Statement

     

Einige gute Gründe für ver.di im Überblick

Als Mitglied genießen Sie alle Vorteile unserer großen Organisation und die Solidarität von mehr als zwei Millionen Kolleginnen und Kollegen.

  • Starke Gemeinschaft

    Gut organisiert

    ver.di ist eine starke Organisation aus knapp 2 Mio. Menschen, die sich zusammengefunden haben, um ihre Interessen durchzusetzen. ver.di finden Sie vor Ort und in Betrieben. Wir machen uns stark für Arbeitnehmerrechte, verhandeln Tarifverträge und setzen die Interessen unserer Mitglieder politisch durch.

  • Solidarität

    Hilfe zur Selbsthilfe

    ver.di sein heißt, sich gegenseitig helfen und unterstützen. Aus diesem Engagement der einzelnen Mitglieder zieht ver.di seine Stärke. Und dieses Netzwerk der Vielen bietet für jeden Einzelnen ganz praktische große und kleine Vorteile: im Job und darüber hinaus.

  • Schutz

    Rechtsberatung und Vertretung

    Wir unterstützen Arbeitnehmer/innen dabei, ihre Interessen und Rechte durchzusetzen. Und sollten Sie sich einmal nicht mehr selbst helfen können, vertreten wir Sie gerne ... im Zweifel durch alle Instanzen.

  • Spezielle Beratungs- und Leistungsangebote

    Gewerkschaft ganz individuell

    In ver.di organisieren sich Menschen aus über 1000 Berufen, die in unterschiedlichen Lebenssituationen stecken. Sie alle finden in ver.di einen kompetenten Ansprechpartner. Genauso vielfältig ist unser Service. Spezielle Angebote gibt es z.B. für Seniorinnen und Senioren, Selbstständige oder Beamte und Beamtinnen.

  • Weiterbilden

    Die beste Zukunftsinvestition

    Wir bieten exklusiv für Mitglieder eine Vielzahl kostenloser Seminare zu Themen wie Arbeitsrecht, Gesundheitspolitik, soziale Kompetenz, Jugendvertretungen, Gleichberechtigung, Betriebsratsarbeit und vieles mehr.

  • Vorteile bei Einkauf, Versichern, Vorsorge & Co.

    Gut gespart

    Versicherungen zu Vorteilskonditionen, Sparen bei Reisen und Einkaufen und weitere Angebote bietet die Mitgliederservice GmbH allen ver.di Mitgliedern.

  • „Meine ver.di“

    Die Online-Plattform für alle ver.di-Mitglieder

    Auf „meine ver.di“ lassen sich Mitgliedsdaten bearbeiten, die Beitragsquittung und die Mitgliederbescheinigung runter laden und direkt ausdrucken, die Gruppenplattformen zur gemeinsamen Diskussion und zur Arbeit an Dokumenten erreichen und alle Informations-Abos verwalten.

Ja, ich will ver.di