VS Geburtstagsgrüße

Wir gratulieren Klaus Farin

30.03.2023

Der Verband deutscher Schriftsteller*innen gratuliert Klaus Farin herzlich zum 65. Geburtstag.

Text von Christine Lehmann

Klaus Farin wurde im April 1958 in Gelsenkirchen-Buer geboren. Als Gymnasiast gab er schon mit 15 Jahren seine erste Zeitschrift heraus. Sein erstes Buch veröffentlichte er mit 20 unter dem Titel Modell Deutschland? Berufsverbote (1978), zu dem Günter Wallraff das Vorwort schrieb. 1980 zog Klaus Farin nach Berlin, 1981 wurde er in den VS in ver.di aufgenommen.

Zusammen mit anderen gründete er 1997 das Archiv der Jugendkulturen e. V., dessen ehrenamtlicher Vorsitzender er bis 2011 war. Mit Eberhard Seidel-Pielen schrieb Farin 1991 das Buch Krieg in den Städten, indem er – was neu war – Jugendliche selbst zu Wort kommen ließ. In der Folge beschäftigte er sich ausgiebig mit Skinheads und publizierte über weitere Jugendkulturen, aber auch über Literatur, Migration und Flucht

Aus der Vereinstätigkeit ging 2003 ein Verlag hervor, der die Forschungsergebnisse und Selbstzeugnisse junger Menschen veröffentlichte und den Klaus Farin bis heute ehrenamtlich als Geschäftsführer leitet. 2016 wurde er in Hirnkost-Verlag umbenannt und 2021 sowie 2022 mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet. Außerdem ist Klaus Farin Beisitzer im Vorstand des Vereins Aktion Courage e. V, der das schulweite Netzwerk »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« trägt.

Als Aktivist und Schriftsteller ist Klaus Farin ständig auf Vortragsreisen im deutschsprachigen Raum unterwegs. Er hat mittlerweile rund 30 Bücher geschrieben und zwei Dutzend Bücher herausgegeben, war Mitarbeiter und Herausgeber von Zeitschriften, drehte Filme, produzierte Hörspiele und Radio-Features. Die Gesamtauflage seiner Bücher dürfte bei über 300.000 liegen, Auszüge finden sich in über 70 Schulbüchern. Er erregte aber immer wieder auch Widerspruch mit seinen Thesen.

Klaus Farin erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter:

  • 1997 den Heinrich-Bußmann-Preis der SPD Lünen
  • 1997 den Aachener Friedenspreis
  • 1997 und 1999 den Förderpreis Demokratie leben des Deutschen Bundestags
  • 1998 den Bremer Solidaritätspreis
  • 2001 die Buber-Rosenzweig-Medaille
  • 2010 den Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft für das Archiv der Jugendkulturen
  • 2012 den Alternativen Medienpreis für das Schülerzeitungsprojekt Q-rage von der Nürnberger Medienakademie
  • 2012 die Theodor-Heuss-Medaille der Theodor-Heuss-Stiftung
  • 2019 erhielt er für seine Verdienste um die Jugendforschung das Bundesverdienstkreuz des Bundespräsidenten.

Zuletzt sind von ihm erschienen:

  • Wendejugend. 14 Interviews, 2019
  • Antisemitismus von Links – Facetten der Judenfeindschaft,  2019
  • neuer deutscher extremismus* (mit anderen), 2019
  • Identitätspolitiken und Schule, 2020

 

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