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Nachruf für Claudia Schill (1952 – 2022)

08.12.2022

Der Verband deutscher Schriftsteller*innen trauert um das VS-Mitglied Claudia Beate Schill.

Kurz vor ihrem 70. Geburtstag verstarb Claudia Schill am 11. November 2022 in Kemnat bei Stuttgart. Sie wurde am 17. November 1952 in Tübingen geboren, genoss eine Ausbildung zur Journalistin und studierte Sprachen in Heidelberg. Seit 1987 lebte sie in Kemnat (Ostfildern) und veröffentlichte Lyrik und Kurztexte in Literaturzeitschriften, Tageszeitungen und Anthologien.

Regelmäßig reiste sie zu Literaturveranstaltungen nach Salzburg und ebenso regelmäßig nahm sie in Baden-Württemberg an den VS-Mitgliederversammlungen, Sommertagen und literarischen Veranstaltungen teil und wuchs uns als sprachsensible, einfühlsame und eigenständig denkende Persönlichkeit ans Herz. An ihr Verhalten und Schreiben stellte sie hohe ethische Ansprüche, für die sie nahezu aphoristische Formeln fand. »Ich habe sehr viele Bleistifte in meiner Handtasche und Bleistiftspitzer, ich habe eine wunderbare Waffe in der Hand«, sagte sie in einem Interview in der Salzburger Radiofrabrik und: »Gedichte müssen schwer sein, aber sie sind schlank.«

Claudia Schill wird uns sehr fehlen!

Hier ihre Veröffentlichungen:

  • Revolution in Zeilen oder Suche nach dem verlorenen Paradies; Heidelberg, 1978
  • Deutschland – ein Eisalptraum; Schwandorf, 1981
  • Engel der Elegie; St. Michael/Österreich, 1984
  • Macht Macht machtlos; Frankfurt/Main, 1986
  • Vom Engel geführt; Weissach i.T., 2001
  • Immer werden wir Fremdlinge sein; Leipzig, 2010
  • Menschen in Bewegung. Federzeichnungen; Leipzig, 2010

 

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