VS in ver.di

Abschied vom ehemaligen VS-Bundesvorsitzenden: Pit Bleuel ist tot

07.11.2023

Hans Peter Bleuel, genannt „Pit“, führte ein „gutes Leben“, wie seine Familie in der Traueranzeige am 04. November 2023 in der Süddeutschen Zeitung über den zwei Tage zuvor Verstorbenen mitteilte. Dieses Leben ist nun zu Ende.

Pit Bleuel trat dem Verband deutscher Schriftsteller*innen 1970 bei. Schon 1974 wurde er zum Vorsitzenden des Landes Bayern gewählt. 1984 übernahm er das Amt des Bundesvorsitzenden des Verbands, der damals noch in der IG Druck und Papier organisiert war. Seine Amtszeit erstreckte sich durch stürmische Zeiten über die Ausrichtung des Engagements.

Pits Bücher, die zuletzt beachtete Biographien über Ferdinand Lassalle und Friedrich Engels umfassten, deckten die Spannweite eines umfassenden Schriftstellerlebens ab. Mit „Vorwiegend heiter“ und „Herzlich gelacht“ begann er in den Siebzigern und Achtzigern des letzten Jahrhunderts augenzwinkernd, seine Umwelt zu kommentieren. Auch später kehrte er immer wieder zu gesellschaftlich relevanten Topoi zurück, z. B. mit „Kinder in Deutschland“ und „Alte Menschen in Deutschland“.

Auf europäischer Ebene engagierte sich Hans Peter Bleuel für die Belange von Autor*innen bereits seit 1977 in der Gründungsphase des European Writers' Congress/EWC (ab 2010 European Writers' Council). Seit 1983 bis zu seinem Tod gehörte er dem Verwaltungsrat der VG Wort an, von 2000 bis 2019 auch im Vorstand und zuletzt als Ehrenmitglied.

Der Bundesvorstand des VS in ver.di trauert um einen engagierten Menschen, der dem Verband über fünfzig Jahre herzlich zugeneigt war.

Text von Lena Falkenhagen