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    Wir gratulieren Peggy Parnass!

    VS Geburtstagsgrüße

    Wir gratulieren Peggy Parnass!

    Wir, der Verband deutscher Schriftsteller*innen, gratulieren unserem Mitglied Peggy Parnass herzlichst zum 95. Geburtstag am 11. Oktober 2022.

    Grenzen akzeptier’ ich nicht!

    Ruth Peggy Sophie Parnass wurde 1927 in Hamburg geboren. Ihre Eltern wurden im NS-Vernichtungslager Treblinka ermordet. Sie und ihr Bruder kamen 1939 mit einem Kindertransport nach Stockholm. In den folgenden sechs Jahren lebte sie getrennt von ihrem kleinen Bruder in zwölf verschiedenen Pflegefamilien. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs übersiedelten die Kinder zu einem Onkel nach London, der als einziger der Familie fliehen konnte und überlebte. Während ihr Bruder Engländer wurde, ging Peggy Parnass nach drei Jahren nach Schweden zurück und nahm die schwedische Staatsbürgerschaft an.

    Sie studierte in Stockholm, London, Hamburg und Paris. Seit ihrem 14. Lebensjahr verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt als Sprachlehrerin, Filmkritikerin, Kolumnistin und Dolmetscherin für die Kriminalpolizei. Dann arbeitete sie als Schauspielerin für Film und Fernsehen, schrieb Bücher, tourte mit Lesungen und schrieb 17 Jahre lang Gerichtsreportagen für die Monatszeitschrift konkret. Peggy Parnass ist eine vielfach ausgezeichnete Autorin, Antifaschistin, Chronistin der Bundesrepublik und Ikone des Feminismus und der Schwulenbewegung. Sie ist bis heute politisch engagiert und lebt in Hamburg.

    Peggy Parnass veröffentlichte neben zahllosen Aufsätzen auch sechs Bücher, die fast alle Bestseller wurden. Schon ihr erstes Buch Prozesse 1970-1978 machte sie 1978 in ganz Deutschland bekannt. Es ereichte 14 Auflagen. 2013 erschien ihr jüngstes Buch Kindheit: Wie unsere Mutter uns vor den Nazis rettete, das von der brasilianischen Künstlerin Tita do Rego Silva illustriert wurde und als schönstes deutsches Buch des Jahres prämiert wurde. 

    1979 bekam Peggy Parnass den Joseh-Drexel-Preis der Joseph-E.-Drexel-Stiftung für herausragende Leistungen im Journalismus. 1980 erhielt sie den Fritz-Bauer-Preis.1982 wurde ihr Film Von Richtern und anderen Sympathisanten mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. 1989 erhielt sie die Biermann-Ratjen-Medaille, 2005 bekam sie die St.-Georgs-Medaille und 2008 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, 2019 überreichte Hamburg ihr die Ehrengedenkmünze in Gold und 2021 bekam sie die Ehrenmitgliedschaft im PEN-Zentrum Deutschland.


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