Professioneller privater Musikunterricht

    Wer privat Musik unterrichtet, sollte unbedingt einen schriftlichen Vertrag dazu abschließen. Anderenfalls gelten die Regelungen des BGB, die für freie Musiklehrer*innen nicht immer vorteilhaft sind, zum Beispiel bei Nicht-Erscheinen von Schüler*innen und bei den Kündigungsfristen.

    Bei der Vertragsgestaltung gibt es viel zu beachten:

    • Was passiert bei Unterrichtsausfall?
    • Welche Rolle spielen Schulferien?
    • Was sind Kündigungsfristen und was sind Modalitäten für die Erhöhung des Unterrichtsentgelts?

    Hinweise geben unser Ratgeber für Musikschullehrer*innen sowie unser Mustervertrag und die AGB zum professionellen Privatunterricht im Bereich Musik. Beides steht Mitgliedern kostenfrei zu Verfügung, schreibt uns einfach eine E-Mail!

    Weitere Infos zu unserem Engagement für bessere Arbeitsbedingungen findet ihr beim Schwerpunktthema kulturelle Bildung.

    Musikschulratgeber

    Was sind angemessene Honorare im privaten Musikunterricht?

    Wahrscheinlich am wichtigsten ist die Frage nach dem "angemessenen" Honorar. Im Einzelfall kommen hier individuelle Faktoren dazu – Erfahrung, Ziel des Unterrichts, auch die Bekanntheit der Lehrkraft kann eine Rolle spielen.

    Grundsätzlich aber gilt: Eigentlich müssten die Honorare im Privatunterricht deutlich höher sein als die Stundensätze von Honorarkräften an Musikschulen (geschweige denn, die von festangestellten Musikschullehrkräften). Denn wer privat Musik unterrichtet, muss anders für auftragslose Zeiten vorsorgen und andere Betriebsausgaben einberechnen.

    Doch das Gegenteil ist aktuell der Fall: Die große Konkurrenz, fehlende Regelungen und Schwierigkeiten, sich kollektiv für Interessen einzusetzen, ermöglichen in vielen Fällen echte Dumpinglöhne.

    Die Lösung lautet: ver.di-Mitglied werden, die Kolleg*innen aktiv ins Boot holen, Mindeststandards gestalten und gemeinsam verhandeln

    ver.di Kampagnen